Fachbegriffe

Fachbegriffe in den Bereichen Beleuchtung, Lüftung und Energiemanagement

Allgemeinbeleuchtung

 

Unter einer Allgemeinbeleuchtung, auch Grundbeleuchtung, versteht man die einheitliche und gleichmäßige Beleuchtung eines Raumes.

Spezielle Sehaufgaben an einzelnen Plätzen oder in Raumzonen werden nicht berücksichtigt. Die Allgemeinbeleuchtung stellt sicher, dass die Architektur, die Objekte und die Menschen im Raum sichtbar sind.

Arbeitsplatzbeleuchtung

 

Typische Arbeitsplatzleuchten sind z. B. Schreibtischleuchten. Diese beleuchten bestimmte Plätze wie zum Beispiel die Arbeitsfläche auf dem Schreibtisch.

Arbeitsplatzleuchten werden immer zusätzlich zur Allgemeinbeleuchtung eingesetzt.

Beleuchtungsstärke

Die Beleuchtungsstärke (Lux) definiert, wie viel Licht – lichttechnisch genauer wie viel Lichtstrom (in Lumen) – auf eine bestimmte Fläche fällt.

Beispiel: Eine normale Kerzenflamme hat im Abstand von einem Meter ungefähr ein Lux Beleuchtungsstärke.

Deckenanbauleuchten

 

Deckenanbauleuchten werden direkt an der decke montiert und Ihr Leuchtkörper ist sichtbar. Sichtbare Leuchtenköper wirken und gehören als Teil der Raumeinrichtung und sind somit Mittel der architektonischen Gestaltung.

 

Deckeneinbauleuchte

Bei Deckeneinbauleuchten befindet sich der größte Teil der Leuchte in Hohlräumen oder Zwischendecken und ist somit zum größten Teil nicht sichtbar. Oft schließt auch die Lichtaustrittsöffnung mit der Decke ab.

 

Deckenfluter

Deckenfluter, auch Uplights genannt, sind meistens als Steh- oder Wandleuchten in einem Raum verbaut. Hier wird Das Licht vorwiegend nach oben an die Decke gelenkt bzw. bei verstellbaren Reflektoren auch an den deckennahen Teil der Wand. Von dort reflektiert es als indirekte Beleuchtung. Bei Deckenfluter mit direktem Lichtanteil ist der Reflektor nach unten lichtdurchlässig.

 

Energie

Energie ist die Fähigkeit, mechanische Arbeit zu verrichten, Wärme abzugeben oder Licht auszustrahlen.

 

Energiemanagement

Zum Energiemanagement gehört die Planung und der Betrieb von energietechnischen Erzeugungs- und Verbrauchseinheiten. Das Ziel von Energiemanagement ist Ressourcen zu schonen, Klimaschutz, Kostensenkungen sowie Sicherstellung des Energiebedarfs der jeweiligen Nutzer. Teilbereiche des Energiecontrolling unterstützt das kosten- und materialeffiziente Energie- und Stoffstrommanagement.

 

HQI-Leuchtmittel (Metalldampflampen)

Eine HQI Lampe ist ein Leuchtmittel mit Metalldampftechnologie – eine sogenannte Metalldampflampe.

Halogen-Metalldampflampen sind Leuchtmittel aus der Gruppe der Gasentladungslampen und eine Weiterentwicklung der HQL Quecksilberlampen. HQI Lampen erreichen gegenüber anderen Hochdruck-Gasentladungslampen einen sehr hohen Farbwiedergabeindex von bis 90, sehr hohe Lichtausbeuten von bis zu 117 Lumen pro Watt (lm/W) bei guter und bis 110 lm/W bei sehr guter Farbwiedergabe und gehört neben den Natriumdampflampen und den LED-Lampen zu den effizientesten Lampen überhaupt.

HQL-Leuchtmittel (Quecksilberdampflampen)

 

HQL steht für: Hibernate Query Language, eine Abfragesprache von Hibernate (Framework) Hochdruck-Quecksilberdampflampe, eigentlich Quecksilberdampf-Hochdrucklampe.

(Quecksilberdampflampen haben einen immensen Stromverbrauch und sind durch das gefährliche Quecksilber seit dem 13. April 2015 im Verkauf verboten.)

 

Human Centric Lighting (HCL)

Human Centric Lighting (kurz: HCL) steht für die künstliche Beleuchtung gezielt an die jeweiligen Bedürfnisse eines Anwenders bzw. eines Unternehmens und dessen jeweiligen Bereiche so anzupassen, um eine maximale individuelle Licht- bzw. Beleuchtungsqualität zu erreichen. Je nach gewünschter Lichtwirkung lassen sich verschiedene Einsatzmöglichkeiten unterscheiden bzw. kann das Licht aktivierend, entspannend und/oder emotional wirken.

 

LEDs

LEDs oder Leuchtdioden – die Abkürzung steht für Licht emittierende Dioden bzw. light emitting diodes. LEDs sind elektronische Halbleiterbauelemente, die unter Spannung Licht in den Farben Rot, Grün, Gelb oder Blau abgeben. Mithilfe einer zusätzlichen internen Leuchtschicht können blau leuchtende LEDs auch weißes Licht erzeugen. Weißlicht lässt sich außerdem durch Farbmischung erzeugen.

Die Vorteile der LEDs

  • hohe Lebensdauer
  • Wartungsfreiheit
  • IR/UV-Freiheit des Lichts
  • geringer Energieverbrauch
  • Farbstabilität
  • Unempfindlichkeit gegen Erschütterungen

LEDs werden mit Niederspannung betrieben.

 

 

Lichtfarbe

 

Die Lichtfarbe beschreibt das farbliche Aussehen des Lichts eines Leuchtmittels. Die Lichtfarbe wird charakterisiert durch die Farbtemperatur in Kelvin (K):

  • Warmweiß (ww) < 3.300 K
  • Neutralweiß (nw) 3.300 K bis 5.300 K
  • Tageslichtweiß (tw) > 5.300 K

Das Licht von Lichtquellen gleicher Lichtfarbe kann unterschiedliche Farbwiedergabeeigenschaften haben.

Die Lichtfarben beeinflussen die Raumatmosphäre: Warmweißes Licht wird vorwiegend als gemütlich und behaglich empfunden, neutralweißes Licht eher als sachlich. Tageslichtweißes Licht in Innenräumen wirkt bei Beleuchtungsstärken unter 1.000 Lux fahl und langweilig. Diese Bewertung der Lichtstimmung entspricht dem Empfinden in Mitteleuropa. Südeuropäer bevorzugen zum Beispiel tageslichtweißes Licht.

 

Lüftung

Unter Lüftung versteht man den Austausch von Luft zwischen Außen- und Innenraum zur Abführung unerwünschter Stoffe aus der Innenraumluft. Der nötige Luftwechsel durch Öffnungen kann auf natürliche Weise durch thermische Konvektion und Winddruck oder durch maschinelle Lüftung erfolgen.

Besonders im Winter. oder im Sommer an sehr heißen Tagen wird die Behaglichkeit und der Energieverbrauch von Heizung und Klimaanlage maßgeblich von der Art und Effizienz der Lüftung bestimmt.

 

Wandleuchten

Wandleuchten eignen sich dafür einen bestimmten Platz auszuleuchten. Diese Lampen werden als Bestandteil der Allgemeinbeleuchtung eingesetzt oder spenden zusätzlich akzentuierendes Licht.